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Buga 23: Rückbau der U-Halle beispielhaft für Transformation

Stahlbau als Bestand macht nachhaltige Weiterentwicklung möglich

Foto: Daniel Lukac

Pressemitteilung der Bundesgartenschau Mannheim 2023 gGmbH

 

BUGA 23: Rückbau der U‑Halle hat begonnen – Tragwerk erster Segmente freigelegt

  • Der erste Bereich der U‑Halle wurde erfolgreich zurückgebaut.
  • Die riesige Lagerhalle wird von ursprünglich zirka 21.000 auf rund 13.000 Quadratmeter Fläche reduziert.
  • Gemäß dem Leitsatz der BUGA 23, wird aus Bestehendem durch Weiterentwicklung etwas Neues geschaffen.

Die U-Halle ist das architektonische Highlight auf dem Spinelli-Gelände und das Herz der Bundesgartenschau Mannheim 2023. Dort finden von April bis Oktober 2023 eine Vielzahl der geplanten 5.000 Veranstaltungen statt. Jetzt hat der Rückbau und die architektonische Qualifizierung der einstigen Lagerhalle der US-Army begonnen. Umgesetzt wird der Entwurf des Berliner Büros „Hütten & Paläste“.



Foto: BUGA 2023


Fein säuberlich in Reih und Glied gestapelt liegen 1.000 Glasbausteine, 500 Deckenlichter und 200 Dachpaneele und warten auf ihren weiteren Einsatz. In den vergangenen vier Wochen ist beim Rückbau der U-Halle auf Spinelli nicht nur schweres Gerät zum Einsatz gekommen. Viele Arbeiten mussten von Hand ausgeführt werden, da die Materialien im Sinne einer nachhaltigen baulichen Entwicklung später an anderer Stelle zum Einsatz kommen werden.

„Nachhaltigkeit steht über der gesamten BUGA 23. Deshalb verfolgen wir auch bei der architektonischen Qualifizierung der U-Halle den Gedanken, Existierendes weiter zu nutzen – re-use und recycle. Durch einen geschickten Rückbau wird aus der einstigen Lagerhalle ein architektonisches Highlight und Treffpunkt für die rund 2, 1 Mio. erwarteten Besucher*innen auf dem Spinelli-Gelände“, sagt Michael Schnellbach, Geschäftsführer der Bundesgartenschau Gesellschaft Mannheim 2023 gGmbH.

Um die Kaltluftzufuhr im Grünzug Nordost nicht zu behindern, wird die U-Halle bereits bis zur Bundesgartenschau 2023 von ursprünglich 21.000 auf ca. 13.000 Quadratmeter reduziert und ihre Außenwände aufgebrochen. Gerüsthafte, durchlässige Strukturen bleiben zurück, die mit Kletterpflanzen, Gräsern und Wildblumen bepflanzt werden. Die daraus resultierende Verdunstung und Verschattung führen zu einem angenehmen Mikroklima und entwickeln darüber hinaus einen günstigen Effekt auf die Temperaturentwicklung auf Spinelli.

Im ersten Schritt wurden nun 2.000 Quadratmeter der Halle bearbeitet. Nach der Entkernung im Innenraum folgte der Rückbau des Daches und im letzten Schritt der Fassade. Die Halle wurde bis auf ihre tragenden Gerüstelemente skelettiert. „Durch den Rückbau dieser relativ kleinen Fläche haben wir Erkenntnisse gewonnen über die eingesetzten Materialien, Aufbau und Tragwerk der Halle, die wir in der Folge auf die Gesamtmaßnahme übertagen können“, erklärt Projektleiter Georg Bock.

Der Unterschied des Raumeindrucks ist enorm: Die zuvor dunkle, schwere Industriehalle präsentiert sich jetzt filigran, luft- und lichtdurchlässig.



Foto: Daniel Lukac


Im alten, zweigeteilten Tragwerk der Halle manifestiert sich ein Abschnitt der jüngeren deutschen Geschichte: Während der eine Teil des Skeletts noch auf die Wehrmacht zurückgeht, die die Kaserne 1938 eröffnet hat, zeugt der zweite Teil des Stahlgerüsts von den USA-amerikanischen Streitkräften, die die Kaserne nach dem Zweiten Weltkrieg übernommen haben und sie bis 2014 unter dem Namen „Spinelli Barracks“ als Lagerhalle nutzen. Die Bundesgartenschau ermöglicht nun erstmalig eine zivile Verwendung der U-Halle.

Während der BUGA 23 finden in der U-Halle eine Vielzahl von Veranstaltungen sowie die großen Blumenschauen statt. Neben einem Unterhaltungs- und Kulturprogramm sind dort u.a. auch Restaurants und ein Fernsehstudio untergebracht.

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Fertigstellung
2023
Architekt
Hütten und Paläste, Berlin
Bauherr
Bundesgartenschau Mannheim 2023 gGmbH, Mannheim